Klare Worte bei Argillon
Geschäftsbereiche werden eigenständig
In einer Mitarbeiterversammlung am Dienstag informierte die Geschäftsführung der Argillon GmbH über die Ausgliederung einzelner Geschäftsbereiche. Die Bereiche Alumina, Isolatoren und Piezo einschließlich der dazu gehörigen Zentralbereiche werden rechtlich verselbständigt. Die davon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf drei Tochtergesellschaften der Argillon GmbH überführt.
Dr. Georg Weyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Argillon GmbH, erläuterte, dass diese Umstrukturierung u.a. der Vorbereitung eines eventuell späteren Verkaufs diene. Ein geeigneter Käufer sei aber noch nicht gefunden. Finde sich kein geeigneter Käufer, so werden die Tochtergesellschaften innerhalb der Johnson Matthey Gruppe verbleiben. Dr. Georg Weyer und sein Kollege Tim Ley werden auch die Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften übernehmen.
Die Geschäftsführung hat über die Ausgliederungen mit der IG Metall eine Ergänzungsvereinbarung zum Restrukturierungsvertrag mit wichtigen Zusagen verhandelt. Weyer: "Die Fortgeltung des 2006 vereinbarten Restrukturierungsvertrags und insbesondere die darin verankerte Beschäftigungssicherung bis 2011 soll auch nach der Ausgliederung für die überführten Mitarbeiter sichergestellt werden. Die Tochtergesellschaften haben den Restrukturierungsvertrag anerkannt."
Das Kartellamt hatte im Januar dem Verkauf der Argillon Group an die Johnson Matthey Plc, London, zugestimmt. Argillon ist ein vielfältiges internationales Unternehmen mit fundierten Kompetenzen im Bereich der modernen Keramikmaterialien. Hier werden zahlreiche technische Keramikprodukte wie Hoch-, Mittel- und Niederspannungsisolatoren, innovative Piezo-Keramik sowie eine Vielzahl an Produkten aus Alumina (Aluminiumoxid) hergestellt. Anwendungen zum Schutz der Umwelt, wie Katalysatoren, die der Reduzierung von Stickstoffoxidemissionen (NOx), insbesondere in Kohlekraftwerken, bei Dieselstationärmotoren sowie Mittel- und Schwerlastdieseltransportern dienen, machen einen beachtlichen Anteil des Geschäfts von Argillon aus.
Der neue Eigentümer der Argillon Group, die Johnson Matthey Plc, ist heute hauptsächlich in folgenden Bereichen aktiv: Herstellung von Autokatalysatoren, Schwerlastdieselkatalysatoren, Systemen zur Schadstoffemissionskontrolle, Katalysatoren und Komponenten für Brennstoffzellen, Katalysatoren und Technologien für chemische Prozesse, Feinchemikalien, chemische Katalysatoren und aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe sowie die Vermarktung, Veredelung und Fertigung von Edelmetallen. Johnson Matthey ist weltweit führend in der Herstellung von Katalysatoren zur Kontrolle von Fahrzeugabgasemissionen. Der Konzern ist zudem ein führender Anbieter von Katalysatorensystemen zur Reduzierung des Ausstoßes flüchtiger organischer Verbindungen bei industriellen Verfahren. Im Geschäftsjahr 2006/07 verzeichnete Johnson Matthey Einnahmen in Höhe von 6,152 Mrd. GBP und beschäftigte ca. 7.800 Mitarbeiter in über 30 Ländern (Weitere Informationen finden Sie unter www.matthey.com).
Redwitz, 02. Mai 2008
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